In der Gusseisenform Ciabatta backen (ohne Vorteig)

In der Gusseisenform Ciabatta backen (ohne Vorteig)

Ciabatta backen ist keine Kunst. Ich habe euch in diesem Beitrag aufgeschrieben wie mein Freund das immer macht. Er schwört dabei auf die Verwendung einer Gusseisenform, prinzipiell geht es aber auch ohne. Here we go.

Fertigbackmischung oder selbst gemischtes Mehl zum Ciabatta backen verwenden?

Das kommt allein auf eure Vorliebe an. Beides benötigt eine Gehzeit – sorry, da kommt ihr nicht drum herum, wenn ihr fluffiges Ciabatta-Brot möchtet – und beides enthält Trockenhefe (Frischhefe geht auch, nur Backpulver empfehlen wir nicht). Mein Freund verwendet am liebsten die Ciabatta-Brotmischung von Vaihinger Mühle, weil das einfach ein regionales Unternehmen aus seiner Heimatgegend ist und uns gut schmeckt. Ihr könnt aber auch jede andere Mischung zum Ciabatta backen nehmen oder nach dem Rezept unten selbst mischen.

Deswegen eignet sich die Gusseisenform am besten zum Ciabatta backen

Eine Gusseisenform wird gern empfohlen, sobald man sich mit dem Brotbacken beschäftigt. Aber warum? Nach meiner Recherche soll dadurch eine bessere Wärmeverteilung gegeben sein (deswegen stellt man die Form schon beim Vorheizen mit in den Ofen) und die Feuchtigkeit hält sich besser darin. Ob ihr dabei eine runde oder eckige Form nehmt ist egal. Sie sollte nur eben einen Deckel besitzen und die Teigmenge sollte zum Volumen der Backgefäßes passen.

Eine eckige Ofenform mit Deckel aus schwerem Gusseisen

Natürlich hat so eine Backform nicht nur Vorteile. Sie ist ziemlich schwer und darf nicht in den Geschirrspüler. Am besten reinigt ihr sie von Hand mit Wasser und ohne (!) Spülmittel. Danach sollte sie auch nicht an der Luft trocknen, sondern sorgfältig abgetrocknet werden, um Rost zu vermeiden.

Wenn ihr nicht direkt in eine Gusseisenform zum Ciabatta backen investieren wollt oder einfach keine Lust habt auf ein weiteres schweres Küchenutensil, könnt ihr auch vorhandene ofenfeste Formen nutzen. Mein Freund meint dazu, dass er von Glas abrät, weil die Wärmeverteilung nicht so optimal sei. Keramik, Ton und Metall sollte aber auch gut funktionieren. Beobachtet das Brot einfach ein bisschen genauer wenn ihr es ohne Deckel backt, damit es nicht zu hart wird. Und eine kleine Schale mit Wasser im Ofen schützt vor Austrocknung.

Selbst gebackenes Ciabattabrot in Keramikform

So essen wir frisches Ciabatta am liebsten

Again, macht was euch am besten schmeckt! Ich liebs ja sehr eine noch warme Scheibe Brot – die ist meist etwas unschön, weil warmes Brot sich nicht so gut schneiden lässt wie ausgekühltes – in eine Ölmischung zu tunken. Aktuell vermenge ich dafür gern nach Gefühl etwas Ölivenöl, Leinöl, Limettensaft, Salz, Pfeffer, Sojasauce oder Balsamico und das flüssige Innere von ein paar Tomaten. Mein Freund tendiert eher dazu sich seine Ciabatta-Scheiben wie normales Brot zu belegen. Ich kann mir auch gut ein Ciabatta-Sandwich vorstellen, dessen Scheiben ihr in der Pfanne angeröstet habt.

Zur Haltbarkeit eines selbstgebackenenen Ciabatta kann ich übrigends nicht viel sagen. Das ist bei uns einfach nie Thema, weil es dafür viel zu schnell aufgegessen wird. Ich denke es hält sich ähnlich wie andere Weißbrote. Wenn euer Ciabatta aber doch mal zu sehr austerocknet, kann ich mir gut vorstellen, dass ihr daraus Croutons zaubert. Dazu einfach in Scheiben schneiden, mit Knoblauch einreiben und in etwas Öl anbraten und ein bisschen Salz darüber mahlen.

Aufgeschnittene Scheiben für eine Ciabatta-Sandwich

Ciabatta backen in der Gusseisenform

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Typ 550
  • 340 ml lauwarmes Wasser
  • 7 g Salz
  • 7 g Trockenhefe
  • 12 ml Olivenöl

Anleitungen

Vorbereitung Ciabatta-Teig

  • Vermenge zuerst die trockenen Zutaten in einer Rührschüssel miteinander, füge dann das Wasser und Olivenöl hinzu.
  • Verknete alles ein paar Minuten mit einem Handrührgerät (mit Knethaken) zu einem homogenen Teig.
  • Lasse den Teig als Kugel in der Rührschüssel und bedecke diese mit einem leicht angefeuchteten, sauberen Geschirrtuch.
  • Nun kannst du den Teig über Nacht an einem kühlen Ort (z.B. im Kühlschrank) oder für zwei bis drei Stunden an einem warmen Ort (z.B. in Heizungsnähe) gehen lassen.

Ciabatta backen

  • Wenn der Teig gut an Volumen zugelegt hat, kannst du den Ofen auf 250 Grad Umluft vorheizen. Stelle dabei bereits die Gusseisenform ohne Deckel mit auf die mittlere Schiene in den Ofen, damit auch sie heiß wird.
  • Gib nun den aufgegangenen Teig (du musst ihn nicht nochmal kneten) in die Form. Verwende dabei weder Öl noch Backpapier! Der Teig kommt ohne alles in die heiße Gusseisenform. Lege nun auch den Deckel darauf und stelle dir einen Timer für zehn Minuten.
  • Nach den ersten zehn Minuten bei 250 Grad mit Deckel, stellst du den Ofen auf 200 Grad runter und lässt den Deckel für weitere zehn Minuten auf der Gusseisenform.
  • Nach den zweiten zehn Minuten nimmst du den Deckel von der Form und lässt das Ciabatta nun für ein letztes Mal zehn Minuten backen, damit es eine schöne Kruste bekommt.
  • Insgesamt 30 Minuten war das Ciabatta im Ofen und sollte jetzt eine schöne goldbraune Kruste haben. Nimm es aus dem Ofen und lasse es vollständig in der Gusseisenform abkühlen. Danach sollte es sich auch einfacher aus der Form herausnehmen lassen.